schafft gesunde Lebensmittel,
fördert die Artenvielfalt,
hält Boden und Wasser gesund,
schützt das Klima,
stärkt die Gemeinschaft und
bietet eine faire Lebensgrundlage für Erzeuger*innen weltweit.
30. Juli 2025 · Rubrik: AgrarökologiePestizide
Hamburg, 30.06.2025. Pressemitteilung. Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) wirft einen kritischen Blick auf weit verbreitete Annahmen rund um den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide in der Nahrungsmittelproduktion. Unter dem Titel „Sichern Pestizide wirklich unsere Ernährung?“ dekonstruiert PAN Germany vier weit verbreitete Narrative und fordert einen grundlegenden Systemwandel hin zu gerechten und agrarökologischen Ernährungssystemen.
Ob „zugelassene Pestizide sind sicher“, „nur Pestizide schützen vor neuen Schädlingen“ oder „ohne Pestizide hungert die Welt“ – diese Aussagen prägen Politik, Medien und öffentliche Debatten. Das neue PAN-Positionspapier zeigt jedoch: Solche Behauptungen beruhen auf verkürzten Darstellungen, die soziale, ökologische und gesundheitliche Folgen weitgehend ausblenden. Das zugehörige Poster macht diese Zusammenhänge visuell zugänglich und bereitet die zentralen Argumente kompakt auf.
„Hunger ist kein Problem fehlender Produktion, sondern Ausdruck von Ungleichheit, fehlendem Ressourcenzugang und politischer Marginalisierung“, sagt Tamara Wuttig, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany. „Pestizide lösen diese strukturellen Ursachen nicht – im Gegenteil: Sie verschärfen ökologische Krisen, gefährden die Gesundheit von Mensch und Umwelt und machen Ernährungssysteme langfristig verwundbarer“, fügt sie hinzu.
Das Positionspapier und das Poster verdeutlichen unter anderem:
Ausgehend vom international verankerten Recht auf Nahrung macht PAN Germany deutlich: Ernährungssicherheit bedeutet mehr als ausreichende Kalorienverfügbarkeit. Sie umfasst auch Selbstbestimmung, Zugang zu Land, Wasser, Saatgut und Märkten sowie den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. Das Konzept der Ernährungssouveränität bietet hierfür einen zentralen Bezugsrahmen.
„Wenn wir Ernährung wirklich sichern wollen, müssen wir weg von scheinbar einfachen Lösungen der Chemieindustrie und hin zu gerechten, resilienten und gesundheitsverträglichen Agrarsystemen“, so Tamara Wuttig. Sie führt aus: „Das erfordert politische Entscheidungen, die agrarökologische Ansätze konsequent fördern und die Abhängigkeit von chemisch-synthetischen Betriebsmitteln beenden.“
Das Poster richtet sich an Bildungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, politische Entscheidungsträger*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Es ergänzt das Positionspapier und eignet sich als niedrigschwelliger Einstieg in die Debatte. Beide Materialien stehen auf der Website von PAN Germany zum Download bereit. Das Poster kann zudem als Printversion bestellt werden.
Kontakt:
PAN Germany – Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.
www.pan-germany.org
Pressekontakt: presse@pan-germany.org
Tel.: 040 / 399 19 10-0