Antifoulings

sind biozidhaltige Farben, die Boote und Schiffe vor Algen- und Muschelbewuchs schützen sollen. Es ist die einzige Anwendung umweltgefährlicher Chemikalien direkt im freien Gewässer. Antifoulings sind aufgrund verfügbarer Alternativen oft gar nicht notwendig. Deshalb sollte der schrittweise Ausstieg aus dieser Biozidverwendung  im Sinne des Gewässer- und Gesundheitsschutzes auf die politische Agenda von Bund und Länder.

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16. März 2016 · Rubrik: Antifoulings

„Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit: Alternativen zu Biozid-Antifoulings“

Gemeinhin gibt es viele Regelungen und Risikominderungsmaßnahmen, um Einträge umweltgefährlicher Chemikalien in Flüsse, Seen und in die Meere zu vermeiden. Eine der wenigen Ausnahmen, bei dem ein solcher Eintrag bewusst in Kauf genommen wird, sind die Beschichtungen von Bootsrümpfen mit biozidhaltigen Antifouling-Anstrichen. Sie sollen den Bewuchs – das Fouling – am Rumpf verhindern.

Das neue PAN-Faltblatt möchte konkrete Anregungen für biozidfreie Verfahren zum Bewuchsschutz in Binnengewässern geben und für einen Wassersport werben, der im Einklang mit dem Schutz von Umwelt und Gesundheit steht.
Bald beginnt die neue Sportbootsaison. Viele Eigner und Vereine starten jetzt damit, ihre Boote klar zu machen. Besonders in Binnengewässern, wo der Bewuchsdruck vergleichsweise gering ist, können biozidfreie Alternativen eingesetzt werden. Allzu oft wird aber noch immer zur chemischen Keule gegriffen, obwohl es nicht notwendig wäre.

Die Vermeidung auf Biozid-Antifoulings ist notwendig, denn die Wirkstoffe wirken als Gifte gegenüber Wasserlebewesen. Alle auf dem Markt befindlichen Produkte sind deshalb umweltgefährlich und können auch Risiken für die menschliche Gesundheit bergen. Sie werden vom Bootsrumpf kontinuierlich in die Gewässer freigesetzt, besonders stark bei selbstpolierenden, erodieren Beschichtungen. Außerdem bestehen Risiken für Gesundheit, Böden und Gewässer bei unsachgemäßer Be- und Entschichtung oder bei der Reinigung der Boote.
Aus PAN-Sicht sollten Bootseigner, Sportbootverbände, Werften und auch der Fachhandel gemeinsam und im Gespräch mit Experten bereits vorhandene Angebote biozidfreier Verfahren stärker nutzen und neue Innovationen auf diesem Gebiet fördern. Giftige Biozid-Antifoulings gehören nicht in unsere Gewässer.

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PAN-Faltblatt: „Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit: Alternativen zu Biozid-Antifoulings“

Datum: 7. März 2016 314.86 KB

Bald beginnt die neue Sportbootsaison. Viele Eigner und Vereine starten jetzt damit, ihre Boote klar...