Hormongifte (EDCs)

Hormongifte, sog. endokrine Disruptoren, bilden eine globale Bedrohung für Gesundheit und Umwelt. Darunter sind viele Pestizide und Biozide. Sie stören den Hormonhaushalt, ein großes Risiko besonders während der Entwicklung von Mensch und Tier. Nur konsequente Stoffverbote und Strategien für eine EDC-freie Umwelt können dieses Problem lösen.

 

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2. März 2020 · Rubrik: EDCs allgemein

Bis 9. März 2020: Sagen Sie der EU, warum Sie wegen hormonell wirksamer Chemikalien besorgt sind!

Nutzen Sie Ihr Mitspracherecht und nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit. Einzelpersonen haben jetzt die Möglichkeit, ihre Meinung bei den dringend erforderlichen gesetzlichen und politischen Änderungen für den Schutz der Verbraucher*innen vor hormonell wirksamen Chemikalien (EDCs) der Europäischen Kommission mitzuteilen.

Bis zum 9. März 2020 läuft noch die öffentliche EU-Konsultation, die sich gezielt an alle Bürger*innen der EU richtet. Sie können die Umfrage in Ihrer eigenen Sprache beantworten und so zeigen, dass Ihnen der Schutz unserer Gesundheit vor hormonell wirksamen Chemikalien am Herzen liegt und Sie sich eine strengere Gesetzgebung wünschen. Denn dies ist die Voraussetzung dafür, damit diese Stoffe nicht weiter als Pestizidrückstände in Lebensmitteln oder in Spielzeug, Körperpflegeprodukten, Konsumgütern und vielen anderen Materialien zum Einsatz kommen.

Die von der Europäischen Kommission organisierte Befragung der Bürger*innen Europas ist Teil einer laufenden Evaluierung (ein sogenannter „Fitness-Check“) der bestehenden EU-Gesetzgebung zur Kontrolle endokrin wirksamer Chemikalien. Mit diesem „Fitness-Check“ soll bewertet werden, ob die bestehenden europäischen Rechtsvorschriften über endokrin wirksame Stoffe ihr Ziel erreichen, unsere Gesundheit und die Umwelt zu schützen – eine Maßnahme, die angesichts der letzten EU-Strategie zu den EDCs aus dem Jahr 1999 längst überfällig ist!

Einige EU-Mitgliedstaaten wie Dänemark, Frankreich oder Schweden haben bereits Maßnahmen ergriffen, um unsere Exposition gegenüber EDCs zu verringern und die am stärksten gefährdeten Gruppen wie Eltern und Schwangere über diese schädlichen Chemikalien zu informieren. Nationale Maßnahmen sind jedoch nicht die Lösung: Nur eine europäische Strategie gegen endokrin wirksame Chemikalien wird die Gesundheit und die Umwelt aller in der Europäischen Union lebenden Menschen schützen.

Für Pestizide und Biozide sind EU-weite Regelungen zur Identifizierung möglicher endokrin schädlicher Eigenschaften zwar seit 2018 zwar in Kraft, aber die Umsetzung verläuft sehr schleppend, häufig, weil die von der Industrie vorgelegten Daten für eine Bewertung unvollständig sind. Währenddessen sind Menschen und Wildtiere weiter diesen gefährlichen Substanzen ausgeliefert. Ein schnelleres Vorgehen und Verbesserungen sind auch hier notwendig.

Helfen Sie uns, die Europäische Kommission aufzufordern, die Versprechen einzuhalten, die sie im Rahmen des Europäischen Grünen Deals gemacht hat und die Verzögerung von dringenden Maßnahmen zu beenden? Beantworten Sie die öffentliche Konsultation bis Montag, den 9. März! 

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