Nicht nur die Verfügbarkeit von Wasser, sondern auch die Wasserqualität spielen für das Leben eine entscheidende Rolle.
Chemikalien wie Pestizide, Biozide und Tierarzneimittel können Gewässer verunreinigen und dauerhaft schädigen, wenn sie in die Umwelt gelangen.
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5. Oktober 2026 · Rubrik:
Vor dem Hintergrund der steigenden Belastung mit PFAS und des dringenden Handlungsdrucks, fordern mehr als 120 europäische Organisationen der Zivilgesellschaft – darunter PAN Germany – mit dem „Manifest für eine dringliche Beschränkung der „Ewigkeitschemikalien“ PFAS“ politisches Handeln zum Schutz vor den zunehmenden PFAS-Belastungen.
Die nächsten 3-6 Monate werden darüber entscheiden, ob und wie die Gruppe der PFAS in der industriellen Produktion und Verwendung EU-weit beschränkt wird. Ende des Jahres wird die wissenschaftliche Bewertung bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA abgeschlossen sein. Die danach folgenden politischen Entscheidungen werden die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedsstaaten vornehmen.
Das Manifest fordert:
a) Keine weitere Belastung durch PFAS sowie
b) bestehende PFAS-Belastung verringern.
Um dies zu erreichen ist die EU-Kommission dazu aufgerufen, bis 2030 eine umfassende Beschränkung der Herstellung und Verwendung von PFAS zu verabschieden. Zudem sind EU-Kommission und alle Mitgliedstaaten gefordert, effiziente Pläne zur raschen Dekontaminierung des Bodens und des Trinkwassers betroffener Gemeinden zu entwickeln und ausreichende Mittel für solche Sanierungsprojekte bereitzustellen.
Um alle Quellen von PFAS-Kontaminationen zu erfassen, wird die EU-Kommission zudem aufgefordert, die Rechtsvorschriften für Pestizide, Biozide und Arzneimittel zu verschärfen, da diese nicht unter den allgemeinen PFAS-Beschränkungsvorschlag fallen, der 2023 u.a. von Deutschland auf EU-Ebene eingereicht und von der ECHA veröffentlicht wurde.
Dies ist aus Sicht von PAN Germany eine besonders wichtige Forderung, denn momentan wird mit dem Vereinfachungspaket (OmnibusX) für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit versucht, Tür und Tor für eine kaum noch regulierte bzw. beschränkte Verwendung von PFAS und anderen chemisch-synthetischen Pestiziden zu öffnen – entgegen den Interessen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes.
Das Manifest beschreibt neben den Forderungen acht Gründe, warum PFAS als Stoffgruppe beschränkt werden müssen.
Mehr dazu:
Manifest für eine dringliche Beschränkung der „Ewigkeitschemikalien“ PFAS
Englische, französische und spanische Version unter: https://www.banpfasmanifesto.org/de/