PAN Germany Workshop_Programm_Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden

Einladung zum Workshop „Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden – Schutzgebiete besser schützen“.
Dienstag, 4. Juni 2019 in Hamburg.




4. Juni 2019: PAN Germany Fachworkshop in Hamburg

Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden – Schutzgebiete besser schützen

Zahlreiche Faktoren führen dazu, dass Ökosysteme und unsere Umwelt in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend unter Druck geraten sind. Das Ergebnis dieser Entwicklung zeigt sich u.a. durch die sich füllenden „Roten Listen“ und anhand von Analyseprotokollen zur Gewässerbelastung. Seit gut 70 Jahren trägt der chemische Pflanzenschutz hierzu bei. Doch was bewirken Pestizide in der Umwelt?

Mit der Ausweisung von Schutzgebieten wie Wasserschutz- oder Naturschutzgebiete, wird versucht, dem Verlust bestimmter Biotoptypen, der chemischen Kontamination von Ressourcen und dem Artenverlust entgegen zu wirken. Wie ist der Stand der Dinge beim Schutz von Schutzgebieten vor Pestizidbelastungen und gibt es Positiv-Beispiele, die von anderen als Vorbild genutzt werden können?

Die Veranstaltung informiert über indirekte und direkte Auswirkungen chemisch-synthetischer Pestizide auf Umwelt und Artenvielfalt und möchten einen Dialog anregen über bestehende und zukünftige Maßnahmen, um diese negativen Auswirkungen zu reduzieren.

 

Anmeldung mit Betreff „WS Schutzgebiete besser schützen“ bis 28. Mai an:
workshop@pan-germany.org

 

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PAN Germany Workshop_Programm_Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden

Datum: 14. Mai 2019 277.26 KB

Einladung zum Workshop "Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden - Schutzgebiete besser schützen". Dienstag,...




Save the Date: PAN Germany Workshop am 4. Juni 2019

Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden – Schutzgebiete besser schützen!

PAN Germany Workshop am 4. Juni 2019 (11:00 – 16:00 Uhr) in Hamburg

PAN Germany lädt Akteur*innen des Natur- und Umweltschutzes, Behördenvertreter*innen und Interessierte zum Workshop Risiken und Nebenwirkungen von Pestiziden – Schutzgebiete besser schützen!“ mit Fachvorträgen und Diskussion am 4. Juni 2019 nach Hamburg-Wilhelmsburg ein.

Die politische und öffentliche Debatte zum dramatischen Schwund der Artenvielfalt hat Fahrt aufgenommen. Wie ist dem zu begegnen, welche Maßnahmen sind in Hinblick auf Pestizidrisiken notwendig, um eine Trendumkehr zu bewirken und unsere Natur und Lebensgrundlagen besser vor Pestizidbelastungen zu schützen? Wo sind die Defizite der derzeitigen Gesetzgebung? Ein zentrales Refugium für Tier- und Pflanzenarten sind Schutzgebiete. Wie kommen die Bundesländer ihrer Verpflichtung nach, Schutzgebiete vor Pestizidbelastungen zu schützen? Hierüber wird informiert und diskutiert.

Was bedeuten Pestizidbelastungen eigentlich für Lebensgemeinschaften? Prof. Dr. Liess vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung wird aktuelle Einblicke zu den Auswirkungen auf aquatische Lebensgemeinschaften geben.

Das Aktionsprogramm Insektenschutz des Bundesumweltministeriums fordert u.a. einen Stopp der Pestizidanwendungen in Schutzgebieten. Im Workshop wird über die Maßnahmenvorschläge und den Stand der Verhandlungen zur Kabinettabstimmung informiert. Was muss geschehen, so dass schnellstens aus Worten auch Taten folgen?

 

Anmeldung mit Betreff „WS Schutzgebiete besser schützen“ an
workshop@pan-germany.org

 

Halten Sie sich den Termin frei. Das Programm folgt in Kürze.




Pesticides, Poisoning and the Politics of Agrochemicals between the EU and Brazil

Einladung zur Veranstaltung

Berlin, 7. Mai 2019 – 17 – 20 Uhr – Marienstraße 19/20 Hinterhaus 1. OG

Das Forschungsnetzwerk an der University of Strathclyde, das European Network of European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER) und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) laden ein zur Veranstaltung

Pesticides, Poisoning and the Politics of Agrichemicals between the EU and Brazil”

  • mit der europäischen Vorstellung der Studie „The Use of Agrotoxins in Brazil and Connections with the European Union“ durch Prof. Larissa Mies Bombardi, University of São Paulo

sowie Beiträgen von und Diskussion mit:

  • Angeliki Lysimachou und Susan Haffmans (Pesticide Action Network Europe & Germany),
  • Brian Wynne, European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility,
  • Antonio Thomaz Jr, Centre for Labour, Environment and Health Studies, Universidade Estadual Paulista (UNESP)/Presidente Prudente, Brasilien.

Die Veranstaltung richtet sich an politische Entscheidungsträger, Industrie- und Nichtregierungsorganisationen sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Der massive Pestizideinsatz in Brasilien hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen vor Ort. Allein im Jahr 2016 verzeichnete Brasilien 4.208 Fälle von Vergiftungen und 355 Todesfälle durch Pestizide. Auch Unternehmen, die ihren Firmensitz in der EU haben, exportieren Pestizide nach Brasilien, darunter sind auch solche Pestizide, die in der EU längst aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen verboten sind. Der Verbrauch von Pestiziden in Brasilien stieg in den letzten 15 Jahren um fast 300% von 170.000 Tonnen im Jahr 2000 auf 500.000 Tonnen im Jahr 2014. Brasilien verbraucht damit rund 20% aller weltweit vermarkteten Pestizide. Was auf den Flächen Brasiliens wächst und tagtäglich mit Pestiziden  – oft per Flugzeug – besprüht wird, landet auch auf europäischen Tellern und in den Trögen unserer Ställe. Die Europäischen Länder sind abhängig von Sonne, Land und Arbeit in Brasilien für Waren wie Soja, Zucker, Mais, Kaffee und Orangen, die unter Verwendung gefährlicher, bei uns vielfach verbotener Pestizide angebaut und unter Bedingungen hergestellt werden, die für brasilianische Arbeitnehmer und ihre Familien gefährlich sind.

Professorin Larissa Mies Bombardi von der Universität Sao Paulo wird jüngste Ergebnisse ihrer Untersuchungen und den ‘Atlas of Agrochemicals and Connections between Brazil and EU’ vorstellen. Dr Angeliki Lysimachou von PAN Europe und Susan Haffmans von PAN Germany geben einen Überblick über die Pestizidzulassung in Europa, informieren über hochgefährliche Pestizide, internationale Restriktionen und greifen das Problem der Doppelstandards beim Pestizidhandel auf.

Teilnehmer*innen sind herzlich dazu eingeladen mitzudiskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Einladungsflyer

Presseinformation von PAN Europe (Englisch)

 




PAN – Webinar: Umweltbelastungen durch Tierarzneimittel

Wann brauchen Rind, Schwein und Huhn Antibiotika? Welche Gefahren birgt der standardmäßige Einsatz von Tierarzneimitteln für Mensch und Natur? Wie kann Vorsorge zur Erhaltung der Tiergesundheit und zu einer verantwortungsvollen Reduktion von Tierarzneimitteln beitragen? Welche Art von Tierhaltung fördert die Tiergesundheit und wie erkennt man die Produkte im Handel?

Diese Fragen hat PAN Germany in dem WebinarUmweltbelastungen durch Tierarzneimittel – Artgerechte Tierhaltung als Schlüssel für Tiergesundheit und Arzneimittelreduktion“ mit zwei Fachbeiträgen näher beleuchtet.

Tamara Gripp, PAN Germany – Referentin für Landwirtschaft und Umwelt, gibt einen Überblick über den Einsatz von Arzneimitteln, insbesondere Antibiotika, in der klassischen Tierproduktion und erläutert die potenziellen Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. PAN Germany setzt sich seit gut sechs Jahren für einen besseren Schutz der Umwelt vor Tierarzneimitteleinträgen ein und hat die Revision des Tierarzneimittelrechts auf EU Ebene kritisch begleitet. Mehr zum Thema unter https://pan-germany.org/tierarzneimittel-uebersicht/

Jasmin Zöllmer, Referentin für Agrarpolitik bei PROVIEH, gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Haltungskennzeichnungsysteme des Handels sowie zum geplanten staatlichen Tierwohl-Label und erläutert welche Schritte nötig sind, um eine artgerechtere Tierhaltung in Deutschland zu ermöglichen. PROVIEH informiert über die Missstände in der industriellen Tierhaltung und ihre Folgen für den Menschen. Mit Kampagnen in Politik und Handel für bessere Lebensbedingungen der Nutztiere, zeigt PROVIEH wie Nutztierschutz aussehen kann – vom Stall bis in den Einkaufskorb. Weitere Informationen unter https://provieh.de/

Das Webinar richtet sich an VerbandsvertreterInnen aus den Bereichen Natur-, Umwelt-, Gewässer- und Tierschutz, an VertreterInnen aus der Landwirtschaft und an interessierte BürgerInnen. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, Fragen in das Webinar einzubringen und erhalten im Anschluss eine Dokumentation der online Veranstaltung.

Hintergrund

Dem immer steigenden Leistungsanspruch in der intensiven Tierproduktion ist es geschuldet, dass die Erhaltung der Tiergesundheit von regelmäßigen Arzneimittelanwendungen, insbesondere Antibiotika, abhängig ist. Tierarzneimittel werden nicht nur eingesetzt, um akute Krankheiten zu behandeln, sondern auch, um auf Kosten des Tierwohls die Folgen nicht artgerechter Haltungsbedingungen zu kompensieren. Heute ist der Einsatz von Medikamenten im Stall die Regel und nicht die Ausnahme. Ein Großteil der Wirkstoffe wird von den Tieren wieder ausgeschieden und gelangt über Gülle, Mist und Abluft in die Umwelt. Dort wirken sie schädigend auf andere Organismen und greifen in den Naturhaushalt ein. Längst belegen Studien den Zusammenhang zwischen intensiver Tierproduktion und Umweltbelastungen durch Tierarzneimittel. Der Einsatz von Antibiotika im Stall birgt zudem das Risiko von antimikrobiellen Resistenzen (AMR) und trägt dazu bei, dass Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Resistente Keime aus der Tierhaltung sind auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit, denn sie können über Milch, Fleisch und Eier auf den Menschen übertragen werden. PAN Germany sieht hier dringenden Handlungsbedarf im Sinne des Tierwohls, des Umweltschutzes und des Gesundheitsschutzes.

Artrechte Tierhaltung wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf das Tierwohl aus und hat einen gesundheitsfördernden Effekt. Eine vorsorgliche Erhaltung der Tiergesundheit durch ein mehr an Tierwohl und die Reduktion des Bedarfs an Tierarzneimitteln gehen somit Hand in Hand. Maßnahmen zur Reduktion von Tierarzneimittel-Belastungen der Umwelt sollten daher an der Ursache des Problems ansetzen und dazu beitragen, ein gesundes Aufwachsen der Tiere zu ermöglichen und den Bedarf an Tierarzneimitteln zu minimieren.

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PAN Stellungnahme: Aufruf für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung

Datum: 4. Oktober 2018 244.04 KB

Im erbitterten Kampf um immer niedrigere Preise hat sich die Tierproduktion in Deutschland und weltweit...

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Antibiotika in der Tierhaltung

Datum: 13. Februar 2017 2.17 MB

Wie lassen sich Umweltbelastungen reduzieren und Resistenzen vermeiden? Der Einsatz von Antibiotika in...

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Weniger Arzneimittel - gesunde Tiere - entlastete Umwelt

Datum: 12. März 2017 996.88 KB

Beispiele aus Forschung & Praxis: So lassen sich Antibiotika & Co in der Nutztierhaltung verantwortungsvoll...




PAN Germany auf der Altonale – 16.+17. Juni 2018

Eine gesunde Welt für alle! Gegen Glyphosat & Insektenschwund, für mehr Bienenschutz & Gewässerschutz, weniger Pestizide, Biozide & Arzneimittel in der Umwelt und einen besseren Gesundheitsschutz für alle!

Für eine gesunde Zukunft, in Hamburg und global – sind wir wieder auf dem open air-Festival Altonale.

Wir informieren, diskutieren mit Ihnen und lassen uns gerne inspirieren. Fragen Sie nach, unterstützen Sie und bleiben Sie neugierig. Besuchen Sie am 16.+17. Juni 2018 unseren Infostand auf der vvisionAIR im Rahmen von Altonale goes green, auf der Wiese zwischen dem Altona Rathaus und der Kirchengemeinde Ottensen.

 




¡Maíz! – oder wer regiert die Welt?

Mit einem vielfältigen Angebot aus Workshops und der Performance des kollektiv tonalli zu den Themen Mais, Mexiko und globale Märkte fand am 27.04.2018 der Thementag ¡Maíz! – oder wer ernährt die Welt? in Hamburg statt. Zum Abschluss des Thementages wurde die Frage in einer Podiumsdiskussion mit Referenten aus den Fachbereichen Ernährungssouveränität, Menschenrechtsverletzungen, politischer Intervention, Nachhaltigkeitsbildung und Umweltforschung erörtert.

Der TV-Sender TIDE war vor Ort und macht es für alle, die nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten, möglich, sowohl die Performance als auch die Podiumsdiskussion digital zuerleben. Die Sendung wird am Sonntag, 03.06.2018, um 21:00 Uhr (Programm TIDE) zum zweiten Mal ausgestrahlt und ist jeder Zeit auf Youtube unter https://www.youtube.com/user/TIDETVhamburg/videos verfügbar.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik / Projekt Generation Global, Romerotage, Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), Agrar Koordination, Amnesty International (CASA), Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit und treemedia e.V. realisiert.