Jetzt anmelden! PAN-Webinar „SAICM für Einsteiger“, 16.09.2019

PAN Germany lädt ein zum Webinar:
Ein internationaler Rahmen für eine giftfreie Zukunft – SAICM für Einsteiger
in Kooperation mit HEJ Support und WECF.
Es findet statt am 16.09.2019, 15:00 – 17:00 Uhr.

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Der zunehmenden chemischen Belastung unserer Umwelt entgegenzutreten, ist eine der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit. Unser Webinar bietet einen Überblick über die laufenden Verhandlungen auf UN-Ebene für ein nachhaltiges Chemikalienmanagement (SAICM) und wie es nach 2020 weitergehen kann. Einen besonderen Blick werfen die Referent*innen Alexandra Caterbow (HEJ Support), Johanna Hausmann (WECF) und Susan Haffmans (PAN Germany) auf die SAICM-Schwerpunktthemen hochgefährliche Pestizide, Hormongifte, Frauen & Kinder sowie umweltgefährliche Arzneimittel.

Das kostenfreie Webinar richtet sich an Verbandsvertreter*innen und Interessierte aus den Bereichen Natur-, Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, Fragen in das Webinar einzubringen und erhalten im Anschluss eine Dokumentation der online Veranstaltung. Das Webinar richtet sich auch ausdrücklich an „SAICM-Einsteiger“, die sich bislang wenig oder nicht mit dem internationalen Chemikalienmanagement unter SAICM befasst haben.

Wir freuen uns über Eure / Ihre Anmeldungen!

 




Safe the date: Webinar „SAICM für Einsteiger“, 16.09.2019

Chemikalien sind überall. Sie stecken in Alltagsgegenständen, in Baumaterialien, Spielzeug, Kosmetika, Kunststoffen und gelangen als Pestizide in die Umwelt. Ihre weltweite Verbreitung hat dazu beigetragen, dass chemische Belastungen von Umwelt und Gesundheit längst zum globalen Problem geworden sind. Schon 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vereinbarte die Staatengemeinschaft, die negativen Auswirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt bis 2020 zu minimieren. Dazu wurde die UN-Rahmenvereinbarung „SAICM“ (Strategic Approach to International Chemicals Management) verabschiedet. Während der SAICM-Präsidentschaft Deutschlands wird im Oktober 2020 auf einer großen Konferenz in Bonn unter Beteiligung aller Stakeholder darüber entschieden, wie es im internationalen Chemikalienmanagement weitergehen soll.

Das Webinar gibt einen Überblick, über die Ziele von SAICM, was erreicht wurde und wie es – insbesondere angesichts wachsender Mengen bei Produktion, Gebrauch und Entsorgung von Chemikalien nach 2020 weitergehen kann und darüber, wie sich Organisationen der Zivilgesellschaft einbringen können.

PAN Germany lädt alle NGOs und Interessierte zu dem Webinar „Ein internationaler Rahmen für eine giftfreie Zukunft – SAICM für Einsteiger“ ein.

Datum: 16. September 2019, 15-17 Uhr

Über die Anmeldungsmodalitäten werden wir zeitnah informieren.

Referentinnen:

Alexandra Caterbow von der NGO HEJSupport gibt einen Überblick darüber, was SAICM ist, wie der Prozess dieser UN-Rahmenvereinbarung funktioniert, welche Möglichkeiten NGOs haben, sich zu beteiligen und wo die Knackpunkte des Verfahrens sind. Alexandra Caterbow hat den SAICM Prozess seit Jahren als NGO-Vertreterin aktiv begleitet, war auf relevanten Veranstaltungen und an der Ausarbeitung wichtiger NGO-Positionen auch im Verbund mit internationalen NGOs beteiligt.

Im Anschluss werden ausgewählte Schwerpunktthmen von SAICM vertieft:

Johanna Hausmann von WECF (Women Engage for a Common Future e.V.) läd die Teilnehmer*innen dazu ein, mehr über hormonschädliche Chemikalien (EDCs), wie sie uns im Alltag überall begegnen, zu erfahren und informiert über deren negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die besondere Gefährdung von Frauen und Kindern.

Susan Haffmans vom Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) erläutert die Problematik hochgefährlicher Pestizide (HHPs), die in allen Teilen der Welt zu Vergiftungen von Mensch und Natur führen und wirft gemeinsam mit den Teilnehmer*innen einen kurzen Blick auf das globale Problem der Umweltbelastung mit umweltgefährlichen Pharmazeutika.




PAN International fordert rechtsverbindliche Regelungen für hochgefährliche Pestizide

Kurz vor Beginn des großen internationalen vierten Arbeitsgruppen Treffen (OEGW) der internationalen Rahmenvereinbarung für ein internationales Chemikalienmanagement SAICM (Strategic Approach to International Chemicals Management) bekräftigt das Internationale PAN seine Forderung nach einem weltweit rechtsverbindlichen Mechanismus für das Lebenszyklusmanagement von Pestiziden. Ein solches Regelwerk könne laut PAN entweder als neuer, eigenständiger Vertrag oder als rechtsverbindliches Protokoll innerhalb eines neuen übergreifenden Chemikalienrahmens den schrittweisen Ersatz hochgefährlicher Pestizide (HHPs) befördern und dazu beitragen, dass zukünftig Menschen und ihre Umwelt weniger durch Pestizide geschädigt werden.

PAN äußert seine tiefe Besorgnis darüber, dass SAICM es bislang versäumt hat, ein solides Management von Pestiziden zu erreichen und dass die Pestizidvergiftung in Ländern auf der ganzen Welt andauert, obgleich hochgefährliche Pestizide (HHPs) unter SAICM als „Issue of Concern“ anerkannt sind und seit Jahren zum Handeln gegen HHPs aufgerufen wurde.

Mit der aktualisierten PAN International Liste der hochgefährlichen Pestizide (PAN HHP-Liste) und der Liste der verbotenen Pestizide (Consolidated List of Banned Pesticides) veröffentlicht PAN zwei Dokumenten, die die dringende Notwendigkeit eines rechtsverbindlichen Vertrags zum Verbot von HHPs unterstreichen und die den schrittweisen Ersatz hochgefährlicher Pestizide unterstützen. Die beiden Listen zusammen zeigen die große Zahl der weltweit eingesetzten hochgefährlichen Pestizide und die sehr ungleiche Regulierung gefährlicher Pestizide weltweit.

Ein Beispiel für eine solche ungleiche Regulierung von Pestiziden ist das hochtoxische Pestizid Monocrotophos. Von den 154 Ländern, für die Informationen über Pestizide verfügbar waren, haben 112 das Insektizid Monocrotophos verboten, in anderen Ländern schadet das hochgefährliche Pestizid weiterhin den Menschen und der ihrer Umwelt. Das Pestizid war unter anderem verantwortlich für den Tod von 23 Schulkindern in Indien im Jahr 2013, für den Tod von Baumwollbauern in Indien im Jahr 2018 und für zahlreiche weitere Vergiftungen – trotz der Forderung der Weltgesundheitsorganisation WHO an Indien, es vor zehn Jahren zu verbieten. Dies ist nur ein Beispiel für ein HHP, das schon vor langer Zeit hätte verboten werden sollen, aber weiterhin in Gebrauch ist und Menschen in Ländern vergiftet, in denen es noch verwendet wird. PAN fordert, dass Unternehmen, die noch Monocrotophos herstellen, ihre Produktion einstellen, und dass alle Länder, die den Wirkstoff noch nicht verboten haben, dies unverzüglich tun.

Diese Situation tritt in vielen Ländern der Welt auf. Maimouna Diene, Direktorin von PAN Afrika, sagt hierzu: „In vielen afrikanischen Ländern sehen wir hohe Vergiftungsraten von Bauern und ländlichen Gemeinschaften durch HHPs. Es ist nicht möglich, die Bevölkerung, ihren Boden, ihr Wasser und die Luft angemessen zu schützen, wenn kein rechtsverbindlicher Mechanismus zur Regulierung von HHPs eingerichtet wird.“

 

Weiter lesen in der PAN International Presseinformation vom 26.3.2019




Gemeinsame NGO Stellungnahme: Opinion of NGOs in the EU SAICM Beyond 2020

The mandate of SAICM will end in 2020. We have now an opportunity to develop an ambitious international framework to prevent and eliminate adverse impacts on the health of people and the environment, across the lifecycle of chemicals and wastes. It is important to preserve the multi-stakeholder and multi-sectorial character of SAICM while making sure that it contains the possibility to include legally binding obligations, together with national measures for meeting those obligations. Consideration should be given to a legally binding overarching global framework for the sound management of chemicals.




Europäische NGOs beziehen Stellung zu einem zukünftigen SAICM nach 2020

Industrie- und Agrochemikalien führen weltweiten zu massiven Gesundheits- und Umweltproblemen. Mithilfe der freiwilligen Rahmenvereinbarung „SAICM“ (Strategic Approach to International Chemicals Management) wurde seit 2006 auf UN Ebene versucht, die mit der Verwendung und Herstellung von Chemikalien verbundenen erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu mindern. 2020 endet die derzeitige Rahmenvereinbarung.

Die in dem Multi-Stakeholder-Prozess beteiligen NGOs engagieren sich nun, einen ehrgeizigen internationalen Rahmen für ein SAICM nach 2020 mit zu entwickeln.

Vor dem Hintergrund des heute und morgen stattfindenden „informal SAICM EU /JUSSCANNZ meeting“ in Brüssel, haben NGOs aus der EU Schlüsselelemente für ein zukünftiges SAICM nach 2020 aufgezeigt. Ein Schwerpunkt liegt aus Sicht der NGOs dabei auf der Möglichkeit, neue rechtsverbindliche Verpflichtungen im Rahmen von SAICM festzulegen. Ein Beispiel für ein notwendiges rechtsverbindliches Element aus Sicht von PAN und vieler anderer NGOs ist ein Verbot hochgefährlicher Pestizide (HHPs) und deren Ersatz durch agroökologische Praktiken.

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Gemeinsame NGO Stellungnahme: Opinion of NGOs in the EU SAICM Beyond 2020

Datum: 18. Februar 2019 623.05 KB

The mandate of SAICM will end in 2020. We have now an opportunity to develop an ambitious international...