Verbot des hormonell schädigenden Herbizids Flufenacet beschlossen

Diesen Monat fiel auf EU-Ebene die Entscheidung, die Genehmigung für den problematischen Pestizidwirkstoff Flufenacet nicht zu verlängern. PAN Germany begrüßt diese Entscheidung als einen wichtigen Beitrag für einen besseren Gesundheits- und Umweltschutz.

Im Dezember 2024 hatte die Europäische Kommission einen Verordnungsentwurf zur Nichterneuerung der Wirkstoffgenehmigung des Herbizids Flufenacet vorgelegt [1] und diesem jetzt in der Märzsitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel – kurz SCoPAFF – zugestimmt [2]. Dies ist ein Erfolg des Umwelt- und Verbraucherschutzes, für den sich auch PAN Germany mit anderen Umweltorganisationen eingesetzt hatte [3]. Allerdings wird aller Wahrscheinlichkeit nach damit die Gefahr noch nicht gebannt sein. Der Verordnungsentwurf sieht vor, dass nach Genehmigungsende für Flufenacet am 15. Juni 2025 eine einjährige Abverkaufs- und Aufbrauchsfrist im Rahmen der nationalen Mittelzulassungen ermöglicht werden soll.

Das Herbizid Flufenacet wird in Deutschland derzeit mit einer Absatzmenge von rund 682.000 Tonnen in 34 zugelassenen Mitteln im Ackerbau (Getreide) vermarktet.

Flufenacet kann das Hormonsystem von Menschen und Tieren schädigen. Das Herbizid stört die Funktion der Schilddrüsenhormone und kann u.a. die Entwicklung des Gehirns und somit neurologische Funktionen und Fähigkeiten negativ beeinflussen. Der Wirkstoff zählt zu den PFAS-Ewigkeitschemikalien und baut sich in den sehr persistenten und mobilen Metaboliten TFA (Trifluoracetat) ab. TFA wiederum kann zu Entwicklungsschäden führen. Deshalb wird TFA auf eine Gefahrenklassifizierung als R 1b Stoff – als wahrscheinlich reproduktionstoxisch beim Menschen – geprüft. TFA besitzt ein sehr hohes Potential für Grundwasserkontaminationen und wird bereits in hohen Mengen im Grundwasser sowie in Trinkwasser- und Mineralwasserproben nachgewiesen (PAN Germany berichtete bereits zu dieser Problematik).

Aufgrund dieser besonderen Umwelt- und Gesundheitsrelevanz hatte die Zulassungsbehörde BVL bereits im Herbst 2024 ein vorzeitiges Verbot flufenacethaltiger Mittel in Deutschland geprüft und das BMEL hatte ein nationales Verbot Flufenacet-haltiger Produkte ohne Abverkauffristen in Aussicht gestellt. Trotz gleichbleibender Gefahrenlage änderte die Zulassungsbehörde nach dem Ende der Ampelregierung das Vorgehen und erklärte Anfang Februar, man würde jetzt doch auf die Entscheidung aus Brüssel warten [4].

Bedeutet das für Deutschland, das auch das im Zusammenhang mit dem im Herbst 2024 diskutierten Widerruf der Produktzulassungen ohne Abverkaufs- und Aufbrauchsfristen in Deutschland hinsichtlich dieser Fristen vom Tisch ist und flufenacethaltige Mittel noch bis Juni 2026 eingesetzt werden dürfen?

PAN Germany erwartet von der neuen Bundesregierung und der Zulassungsbehörde BVL ein klares Bekenntnis zum Gesundheitsschutz und insofern den sofortigen Stopp der Mittelzulassungen ohne Aufbrauchfristen mit Ende der EU-Genehmigung am 15. Juni 2025.

Laut EU-Kommission kann eine ungefährliche – „vernachlässigbare“ – Exposition nicht sichergestellt werden. Jegliche weitere Fristverlängerung der Anwendung würde somit ein unnötiges und unakzeptables Risiko für empfindliche Gruppen wie Schwangere und Neugeborene und dies besonders im ländlichen Raum darstellen. PAN Germany mahnt an, dass Menschen nicht weiteren Spritzeinsätzen mit Flufenacet direkt oder indirekt ausgesetzt werden dürfen. Da der Metabolit TFA sich aufgrund seiner hohen Persistenz in der Umwelt akkumuliert, muss der Eintrag über Flufenacet und weiterer TFA-emittierender Pestizide auch zum Schutz unserer Trinkwasserressourcen unverzüglich beendet werden.

Mehr dazu:

[1] EU-Verordnungsentwurf für die nicht-Genehmigung des Pestizids Flufenacet

[2] PAN Europe „EU Member States agree to ban flufenacet – PAN Europe calls for immediate action on all PFAS pesticides

[3] Offener Brief „Hormonelle Schädlichkeit von Flufenacet bestätigt: 49 Umweltgruppen fordern ein sofortiges Verbot“

[4] BVL „Information zu Flufenacethaltigen Pflanzenschutzmitteln: Widerruf nach Abschluss des europäischen Verfahrens“

 

 

 

 

 




Teure Pestizide, gesündere Umwelt, stabile Ernten – Studie zeigt effektiven Hebel zur Reduktion

Studie identifiziert Ursachen für geringen Pestizideinsatz 2023 / Marktbasierte Anreize können Pestizidreduktion nachhaltig unterstützen

Berlin, Hamburg, 19.03.2025. Gemeinsame Pressemitteilung. Werden Pestizide teurer, werden sie deutlich seltener eingesetzt. Der reduzierte Pestizideinsatz führt dabei nicht zu geringeren Ernten. Das zeigt eine aktuelle Analyse der offiziellen Absatzdaten, die im Auftrag von Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, BUND, Deutsche Umwelthilfe (DUH), DNR, foodwatch, Greenpeace, NABU und PAN Germany durchgeführt wurde. Die Analyse untersucht die Ursachen für den starken Rückgang des Absatzes an Pestiziden in Deutschland im Jahr 2023 und wertet relevante Absatz-, Witterungs- und Nutzungs-Daten der vergangenen 20 Jahre aus.

Im Vergleich zum Vorjahr erreichten die Absatzmengen für Pestizide 2023 ein Rekordtief. So wurden in Deutschland rund 20 Prozent weniger Pestizide abgesetzt. Verantwortlich für diese Reduktion war der Anstieg der Preise für Pflanzenschutzmittel um 20 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Andere potenzielle Einflussfaktoren für einen solchen Rückgang, wie niedrige Preise für landwirtschaftliche Produkte, Dürren oder die Ausdehnung von Brachen, konnte die Analyse als Ursachen ausschließen.

Studienautor und Pestizidexperte Lars Neumeister erklärt: „Das Jahr 2023 hat eindrucksvoll gezeigt, dass es ein erhebliches Einsparpotenzial beim Pestizideinsatz gibt, ohne Ernten zu gefährden. Die Analyse bestätigt, dass eine Erhöhung der Pestizidpreise den Verbrauch von Pestiziden signifikant senkt. Dies ist ein starkes Argument für die Einführung einer risikobasierten Pestizidabgabe, die die Belastung für Mensch und Umwelt dauerhaft zu reduzieren. Unsere europäischen Nachbarn, wie etwa Dänemark, setzen eine solche Abgabe bereits erfolgreich um.”

Das Verbändebündnis spricht sich für eine risikobasierte Pestizidabgabe aus. Diese könnte ein unbürokratischer und zielgerichteter Anreiz für die Landwirtinnen und Landwirte sein, den Pestizideinsatz nachhaltig zu verringern. Die Einnahmen einer solchen Abgabe könnten zweckgebunden in die Förderung der Betriebe fließen, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren oder ganz darauf verzichten. So würden beispielsweise durch pestizidfreien Getreide- und Maisanbau gleichzeitig die Biodiversität geschützt und negative Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Gesundheit reduziert. Dies hätte den Effekt einer „doppelte Dividende für die Natur“, so die Verbände. Positive Erfahrungen aus europäischen Nachbarländern seien bereits vorhanden – etwa Dänemark, Frankreich, Norwegen oder Schweden.

Historisch niedriger Pestizideinsatz trotz hoher Niederschläge

Das Jahr 2023 war ein außergewöhnlich niederschlagsreiches Jahr – mit rund 900 mm Regen die zweithöchste Niederschlagsmenge der letzten 20 Jahre. Hohe Feuchtigkeit begünstigt in der Regel das Wachstum von Unkräutern sowie pilzliche Schaderreger, was oft zu einem verstärkten Pestizideinsatz führt. Dennoch erreichten die Absatzmengen für Pestizide 2023 ein historisches Tief.

Besonders stark reduzierte sich der Einsatz von Fungiziden sowie von Molluskiziden gegen Schnecken. Insbesondere in großen Flächenkulturen, wie Getreide und Mais, gab es erhebliche Einsparungen. In den vorangegangenen Jahrzehnten bewegte sich der Pestizidabsatz konstant auf dem Niveau von rund 30.000 Tonnen Wirkstoff pro Jahr, 2023 lag er mit 25.295 Tonnen deutlich darunter. Der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide ist ein Hauptgrund für den Verlust an Biodiversität.

Methodischer Hintergrund

Die Analyse basiert auf den Inlands-Absatzdaten für Pestizide von 2002 bis 2023. Neben Verkaufszahlen wurden wirtschaftliche und meteorologische Faktoren untersucht, um deren Einfluss auf den Pestizidverbrauch zu bewerten. Dabei wurden offizielle Statistiken, Marktpreise sowie agrarwirtschaftliche Berichte ausgewertet.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Für Rückfragen:




Die neue „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ der EU – enttäuschend wenig zukunftsgerecht

Gestern hat die EU Kommission ihre „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ veröffentlicht und wirft damit wichtige Errungenschaften des Green Deals über Bord. Zwar beschwört die Vision, dass Landwirtschaft von der Natur abhängig ist und verweist auf die Einhaltung der planetaren Grenzen, doch im Detail bleibt davon wenig spürbar.

In Reaktion auf die Veröffentlichung der Vision spricht Landwirt und grüner Europaabgeordneter Martin Häusling von einem besorgniserregenden Paradigmenwechsel. Die Farm-to-Fork-Strategie – und damit der von vielen Wissenschaftlern seit langem geforderte erste Politikentwurf für die gesamte Ernährungswertschöpfungskette – wird faktisch beerdigt. Der Green Deal als Basisvision für Nachhaltigkeit finde keine Erwähnung. Statt nachhaltigem Umgang mit Ressourcen stehe Ertragsmaximierung und globale Wettbewerbsfähigkeit im Fokus – entgegen allen Empfehlungen seitens wissenschaftlicher und institutioneller Beratungsgremien der EU, so Häusling, der Mitglied im Agrar- sowie im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments ist.

Zwar spricht die Vision dem „Aufbau von Vertrauen und Dialog“ eine zentrale Bedeutung zu, doch die Stimmen von Gesundheit-, Umwelt- und Naturschutz sind in der Vision kaum zu hören. Vor dem Hintergrund von pestiziderkrankten Landwirt*innen, verbreiteter Pestizidkontamination von Gewässern und einem auch für die Landwirtschaft zunehmend problematischen Rückgang an Artenvielfalt ist dies schwer nachvollziehbar. Die neue Vision für Landwirtschaft und Ernährung scheint nicht geeignet zu sein, die notwendigen Maßnahmen anzustoßen, um die EU-Landwirtschaft auf den Weg der Nachhaltigkeit zu bringen. Wieder einmal lässt die Kommission die Forderungen der Bürger*innen nach einer Abkehr vom chemischen Pflanzenschutz im Stich, konstatiert PAN Europe in seiner Pressemitteilung.

Bezüglich der Reduktion von chemisch-synthetischen Pestiziden bleibt die „Vision“ vage. Konkrete Reduktionsziele, wie es sie in der Farm-to-Fork-Strategie gab, sind vom Tisch, und konkrete Ausbauziele für die ökologische Landwirtschaft fehlen. Stattdessen wird im Sinne der chemischen Industrie mehr auf technische Lösungen gesetzt, deren Nutzen für Landwirt*innen oder gar für die Umwelt im Vergleich nicht belegt sind, wie Präzisionslandwirtschaft, neue „innovative“ Pestizide oder neue Gentechnikverfahren (NGTs).

Positiv ist, dass die Vision das Problem der über Rückstände in Lebensmittelimporten re-importierten verbotenen Pestizide anspricht und agieren will. Hier kündigt die Kommission Einfuhrbeschränkungen für importierte Lebensmittel an, die mit solchen in der EU aus Gesundheits- und Umweltgründen verbotenen Pestiziden belastet sind. Allerdings soll es nur die „gefährlichsten Pestizide“ betreffen – ohne zu erläutern, welche das sind bzw. nicht sind. Wenn hier bewusst Interpretationsspielraum gegeben wird, dann ist zu befürchten, dass die Kommission damit einen Rückzieher machen könnte hinsichtlich ihrer Zusagen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft und die Gesundheit der Bürger*innen durch eine Senkung der Rückstandshöchstgehalte in importierten Lebensmitteln besser zu schützen. Um genau dies zu erreichen, muss die EU aus Sicht von PAN die Rückstandshöchstgehalte für alle aus Umwelt- und Gesundheitsgründen verbotenen Pestizide senken, nicht nur für die „gefährlichsten“, wie es in der Vision heißt. Die EU verbietet Pestizide nicht leichtfertig, sondern aus gutem Grund – zum Schutz der Landwirt*innen, Verbraucher*innen oder unserer natürlichen Ressourcen. Die Einfuhren derart belasteter Lebensmittel zu unterbinden, schützt heimische Betriebe vor unfairem Wettbewerb und unterstützt auch in den Drittstatten ein Umschwenken auf weniger problematische Pestizide oder Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen insgesamt.

Dass die Vision Aussagen der Industrie enthält, die im Widerspruch zu den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen, ist mehr als beunruhigend. Die Vision mahnt, dass das Tempo des Verbots von Pestiziden zu schnell sein könnte und dies zu einer Verringerung der Ernteerträge führen würde. Der Vorschlag, dass vor einem Pestizid-Verbot verfügbare Alternativen vorhanden sein müssten, öffnet einem „weiter so“ Tür und Tor, ist nicht im Einklang mit geltendem Recht und verhindert, was doch so sehr herbeigelobt wird: Innovation. Die Zahlen von Eurostat zeigen: Trotz erfolgter Pestizidverbote in der Vergangenheit, blieben die Erträge im Laufe der Zeit stabil. Projekte – von der EU finanzierte und andere – haben längst gezeigt: der Einsatz von Pestiziden kann durch die Anwendung von Techniken des integrierten Pflanzenschutzes um 50-80 % gesenkt werden, ohne dass es zu Ertragseinbußen kommt.

Nach geltendem Recht darf ein Pestizid nicht genehmigt bzw. zugelassen werden, wenn es schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat oder unannehmbare Auswirkungen auf die Umwelt. Die „Vision“ zieht aber in Erwägung, dennoch eine Nutzung zu gestatten, wenn keine Alternativen verfügbar sind. Dies lässt sich als unzulässiges Infragestellen des geltenden EU-Rechts verstehen.

Eine weitere deutliche Schwächung – im Vergleich zu Zusagen der letzten Kommission – ist bei der Ambition zu erkennen, den Export von in der EU verbotenen Pestiziden zu stoppen. Von dem bisherigen Versprechen, ein entsprechendes Rechtsinstrument zu implementieren, wird abgerückt. Stattdessen soll „das Problem bewertet“ werden in Form einer Folgenabschätzung. Die EU rückt damit von ihrem in der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit gemachten Versprechen ab, Doppelstandards beim Export gefährlicher Chemikalien zu unterbinden. In Drittländern – insbesondere im globalen Süden – haben diese bei uns verbotenen giftigen Pestizide dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt und sie kommen über importierte Lebensmittel zurück auf unsere Teller.

Kürzlich forderten mehr als 90 Organisationen die Kommission erneut auf, den schrittweisen Ausstieg vom Einsatz schädlicher Pestizide umzusetzen und plädierten in der „Roadmap for a Pesticide phase-out“ dies zu einem zentralen Thema der „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ zu machen. Die jetzt vorgestellte „Vision“ ignoriert die wiederholten Forderungen der Bürger*innen nach einer raschen Reduzierung des Pestizideinsatzes und setzt sich hinweg über die Willensbekundung der mehr als 1 Million Bürger*innen der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“. Diese hatte den schrittweisen Verzicht auf schädliche Pestizide, die Wiederherstellung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Unterstützung der Landwirt*innen bei dieser Transformation gefordert.




Klar, frisch, rein? Wasserverschmutzung durch Pestizide und was alle dagegen tun können

Das neue Faltblatt des Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. gibt einen Überblick über die Pestizid-Belastung von Gewässern und zeigt auf, was dies für unser Trinkwasser bedeutet und wie wir die Situation verbessern können.

Unsere Gesundheit und die Gesundheit aller Lebewesen ist davon abhängig, dass sauberes Wasser verfügbar ist. Geltende Auflagen beim Ausbringen von Pestiziden verhindern nicht, dass in Bächen, Flüssen, Seen, im Meer, Grundwasser und Regen Pestizide nachweisbar sind. Zunehmend Sorgen bereiten insbesondere Belastungen mit PFAS-Pestiziden und ihrem Abbauprodukt TFA, die wegen ihrer extremen Langlebigkeit zur Gruppe der „Ewigkeitschemikalien“ zählen. Sie gefährden unsere Gesundheit und Ökosysteme.

In seiner aktualisierten Auflage des Wasser-Faltblatts „Pestizide: Eine Gefahr für Wasserlebewesen und für unser Trinkwasser“ informiert PAN Germany kurz und verständlich über die Belastungssituation und zeigt: Es gibt wirksame Maßnahmen, unsere Gewässer und unser Trinkwasser nachhaltig vor Pestizideinträgen zu schützen. Dabei legt das Faltblatt Wert darauf, dass alle einen Beitrag leisten können.

Das Faltblatt behandelt ein hochaktuelles Thema: In diesem Monat veröffentlichte die Europäische Kommission mehrere Berichte zum Zustand unserer Gewässer. Ihr Fazit: In den letzten Jahren konnte der Zustand der EU-Gewässer verbessert werden. Doch in wichtigen Bereichen sind weitere Anstrengungen erforderlich. Hierzu zählt auch der chemische Zustand unserer Gewässer. Nur 26.8% der Gewässer erreichen den angestrebten guten chemischen Zustand.

Das PAN Germany Faltblatt: Pestizide: Eine Gefahr für Wasserlebewesen und für unser Trinkwasser steht kostenlos als Download bereit oder kann als Papierversion bestellt werden – per Email an info@pan-germany.org.

Weitere Informationen zum Thema:

Kontakt:




Belastung von Gewässern mit PFAS-Pestiziden – Ein Verbot von Fluopyram ist überfällig

Unsere Gewässer haben vielfältige Funktionen. Sie sind Lebensräume, Lebensadern und Lieferanten unseres wichtigsten Lebensmittels: Trinkwasser. Umso besorgniserregender ist, dass europaweit Gewässer chemisch verunreinigt sind. Eine relevante Rolle hierbei spielen Belastungen durch PFAS-Pestizide. Eines dieser PFAS-Pestizide ist das weit verbreitete Fluopyram. Trotz eindeutiger Beweise für seine Schädlichkeit wurde die EU-Genehmigung für Fluopyram bis 2026 verlängert.

In Deutschland sind derzeit acht fluorypramhaltige Pestizidprodukte zur Bekämpfung von Pilzbefall in einer Vielzahl von Kulturen– u.a. in Weizen, Wein, Raps, Zuckerrüben, Möhren und Erdbeeren – zugelassen.

Als PFAS-Pestizid gehört Fluopyram zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die aufgrund ihrer hohen Persistenz in der Umwelt als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden. Fluopyram baut sich zu TFA ab, einem ultrakurzen PFAS, das für seine hohe Mobilität und Persistenz bekannt ist. TFA verunreinigen unser Grundwasser, Oberflächengewässer das Trinkwasser und wurde selbst in Mineralwasserproben nachgewiesen. Die Verbreitung von TFA-Belastungen ist besorgniserregend, zumal sich die Hinweise auf die Toxizität von TFA mehren. Derzeit liegt ein Vorschlag vor, TFA als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B und als „persistent, mobil und toxisch“ (PMT) einzustufen.

Die geltende EU-Pestizidverordnung 1107/2009 gibt vor, Substanzen nicht zu genehmigen, die toxikologisch „relevante“ Metabolite produzieren, wenn diese das Grundwasser über dem gesetzlichen Grenzwert von 0,1 µg/L verunreinigen. Fluopyram erfüllt diese Bedingung eindeutig: Das von Bayer im Jahr 2021 eingereichte Dossier zeigt, dass die TFA-Konzentrationen im Grundwasser diesen Grenzwert in allen Szenarien überschreiten. Dennoch verlängerte die EU-Kommission die Zulassung von Fluopyram im Januar 2024 um weitere 2,5 Jahre.

Der falsche Umgang mit Fluopyram erinnert an den Fall von Flufenacet, einem anderen PFAS-Pestizidwirkstoff. Trotz wissenschaftlicher Beweise für seine schädlichen Auswirkungen wurde die Genehmigung von Flufenacet 11-mal und damit um 11 Jahre verlängert, bevor im Dezember 2024 ein Vorschlag für die Nichtverlängerung der Genehmigung vorgelegt wurde. Durch diese Verzögerung konnte die umfassende Wasserverschmutzung über mehrere Jahre hinweg fortgesetzt werden.

Wir können uns keine weiteren Verzögerungen beim Verbot von Fluopyram leisten. Gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von Générations Futures in Frankreich, PAN Europe und mit zahlreichen weiteren Nichtregierungsorganisationen hat PAN Germany die Europäische Kommission in einem Brief dazu aufgefordert:

  • Fluopyram als „ernsthaftes Risiko für die menschliche Gesundheit“ in Übereinstimmung mit Artikel 69 der Verordnung 1107/2009 anzuerkennen und alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Anwendung und den Verkauf von Fluopyram und Fluopyram-Produkten zu verbieten.
  • den Widerruf der Genehmigung von Fluopyram auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) im März 2025 vorzuschlagen.

Der Schutz der europäischen Wasserressourcen erfordert entschlossenes Handeln. Wissenschaftler*innen haben TFA als eine Bedrohung für die planetaren Grenzen identifiziert und fordern umgehende Anstrengungen zur Reduzierung der TFA-Emissionen. Das Verbot von Fluopyram ist ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer Wasserressourcen, der öffentlichen Gesundheit und der Ökosysteme.

 

Weitere Informationen:

Brief an Generaldirektorin Sandra Gallina “Urgent call to ban the PFAS pesticide fluopyram due to its TFA emission” von, Générations Futures, Global 2000, PAN Europe, PAN Germany und weiteren NGOs, vom 31. Januar 2025

PAN Europe Blog-Beitrag “Protect Europe’s Water: Why Fluopyram Must Be Banned” 5. Februar 2024

Europäische Bevölkerung ist über Obst und Gemüse zunehmend PFAS-Pestiziden ausgesetzt

Weitverbreitete Wasserverschmutzung durch langlebiges Abbauprodukt von PFAS-Pestiziden




Chemiepolitische Mittagstalks 2024 – Dokumentation jetzt online

Die Chemiepolitischen Mittagstalks lieferten auch 2024 wieder prägnante Einblicke in ausgewählte Aspekte der Chemikalienpolitik. Expert*innen von PAN Germany waren an der Ausgestaltung beteiligt und gaben fachlichen Input zu drei der vier Talks. Zum Nachschauen stehen die Aufzeichnungen jetzt online bereit. Seit 2021 wird die Webinarreihe „Chemiepolitische Mittagstalks“ von der Initiative „Für das Recht auf eine giftfreie Zukunft“ ausgerichtet.

Mittagstalk #1: „Das 1×1 der Chemikalienpolitik“ vom 4. September 2024

Den Auftakt der Chemiepolitischen Mittagstalks 2024 bildete die Veranstaltung „1×1 der Chemikalienpolitik“. Innerhalb der Chemikalienpolitik gibt es einige grundlegende Konzepte und Begriffe, die regelmäßig Gegenstand von Auseinandersetzungen und Berichterstattungen sind. In der Auftaktveranstaltung gaben die Referent*innen einen Überblick über verschiedene Begriffe, Konzepte und regulatorische Rahmen der Chemikalienpolitik.

Mittagstalk #2„Das Global Framework on Chemicals“ vom 9. Oktober 2024

Die zweite Veranstaltung befasste sich mit dem Global Framework on Chemicals, welches das neue internationale Rahmenwerk für das Chemikalienmanagement darstellt. Es ersetzt den 2020 ausgelaufenen strategischen Ansatz für ein internationales Chemikalienmanagement (SAICM). Im Webinar gingen die Referent*innen auf wichtige Aspekte des Rahmenwerks ein, benannten die großen Erfolge der Verhandlungen sowie weiter bestehende Leerstellen.

Mittagstalk #3: „EDCs – Wie Hormongifte unsere Gesundheit bedrohen“ vom 13. November 2024

EDCs (endokrine Disruptoren), sogenannte Hormongifte, sind in vielen Alltagsprodukten enthalten und schädigen unser Hormonsystem und den Stoffwechsel. Von einem effektiven Schutz vor EDCs sind wir aktuell weit entfernt. Welche Maßnahmen wollen Deutschland, die EU oder die internationale Staatengemeinschaft ergreifen, um Mensch und Umwelt besser vor EDCs und ihren negativen Auswirkungen zu schützen? Mit dem Schwerpunkt auf den Fünf-Punkte-Plan der Bundesregierung zum Schutz vor hormonell schädigenden Stoffen gingen die Referent*innen im dritten Talk auf Regelungslücken und Lösungsansätze ein.

Mittagstalk #4: „Ewigkeitschemikalien – wie wir heute die Probleme von morgen schaffen“ vom 11.12.2024

Mit Ewigkeitsmaterialien ist die große und vielseitig eingesetzte Gruppe der PFAS gemeint – der per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Es gibt mittlerweile keinen Ort auf der Welt, an dem PFAS nicht nachgewiesen werden können. Es besteht dringender Handlungsbedarf zum Schutz der Umwelt und Gesundheit. Auf EU-Ebene wird derzeit ein PFAS-Beschränkungsvorschlag für Chemikalien diskutiert. Besorgniserregend sind auch die Funde des PFAS-Metaboliten TFA in Oberflächen-, Grund- und Trinkwasserproben. PFAS-Pestizide stellen eine Hauptquelle für diese Belastungen dar. Die Expert*innen widmen sich im 4. Mittagstalk diesen und weiteren Aspekten der Ewigkeitschemikalien PFAS.

Die Initiative „Für das Recht auf eine giftfreie Zukunft“ ist ein Zusammenschluss folgender Nichtregierungsorganisationen: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), European Network for Environmental Medicine (EnvMed Network), Forum Umwelt und Entwicklung, Health and Environment Justice Support e.V. (HEJSupport), Women Engage for a Common Future (WECF) und Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany). Gemeinsam engagieren sich die Verbände für einen besseren Schutz der Umwelt und Gesundheit vor Chemikalienbelastungen.

Informationen zu der Veranstaltungsreihe sowie die Dokumentation aller bisherigen Chemiepolitischen Mittagstalks finden Sie unter: https://www.giftfreie-zukunft.org/mittagstalks

 

 




Profitinteressen statt Schutz von Mensch und Umwelt: Organisationen prangern VCI wegen PFAS-Lobbyarbeit an

Frankfurt am Main, 29.01.2025: Mit einer Protestaktion vor der Zentrale des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt haben zehn* Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzorganisationen auf die gefährliche Lobbyarbeit der Chemischen Industrie aufmerksam gemacht.

Nur um mit gefährlichen PFAS weiterhin Geld zu verdienen, nutzt die Chemieindustrie bei ihrer Einflussnahme auf Politiker*innen falsche Behauptungen. Auf diese Weise beeinflusst sie politische Entscheidungen zugunsten der Profitinteressen weniger Firmen. Das verhindert systematisch den Schutz aller Menschen und unserer Umwelt “ kritisieren die Organisationen.

Laut einer internationalen Recherche des Forever Lobbying Projects blockiert die Chemieindustrie notwendige Regulierungen von PFAS, um eigene wirtschaftliche Vorteile zu sichern, obwohl Alternativen vielfach verfügbar sind.

Besonders im Fokus stehen PFAS-Chemikalien, auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“. Diese Stoffe sind extrem langlebig, nicht natürlich abbaubar und reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an. PFAS können unseren Hormonhaushalt stören und schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Leberschäden, Schilddrüsenerkrankungen und Krebs verursachen.

Bei einer Protestaktion vor der VCI Zentrale in Frankfurt am Main forderten die Organisationen ein differenziertes, aber umfassendes Verbot von PFAS, strikte Kontrollen der Chemieindustrie und transparente politische Prozesse. Das Bündnis von Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzorganisationen setzt damit ein klares Zeichen gegen die Priorisierung einzelner Industrieinteressen vor dem Gemeinwohl.

Weitere Informationen finden Sie im Anhang.

Kontakt:

* beteiligte Organisationen:
BUND, CHEM Trust, Client Earth, Deutsche Umwelthilfe, Env Med Network, Forum Umwelt und Entwicklung, HEJ Support, Verbraucherzentrale NRW, WECF & PAN Germany




85 Organisationen zeigen der EU, wie der Pestizidausstieg gelingen kann

Trotz der dokumentierten Schädigung der biologischen Vielfalt, der Verschmutzung unserer Gewässer und Böden und verursachter Gesundheitsschäden durch Pestizide, hat es die Europäische Union bisher versäumt, ihr Ziel zu erreichen, den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in relevantem Umfang zu reduzieren.

Obwohl die Richtlinie zur nachhaltigen Verwendung von Pestiziden (Sustainable Use Directive, SUD) seit 2009 dieses Ziel vorgibt, sind der Verkauf und der Einsatz von Pestiziden in Europa nicht zurückgegangen.

Mit dem Green Deal und der Farm to Fork-Strategie hat sich die Europäische Kommission dazu verpflichtet, zum einen den Gesamtverbrauch und die Risiken chemischer Pestizide um 50 % zu reduzieren und zum anderen den Einsatz der gefährlichsten Pestizide bis 2030 zu halbieren. Die wichtigste Initiative zur Erreichung dieser Ziele durch die rechtssicherere Verankerung in eine Verordnung (SUR-Vorschlag), wurde jedoch im Februar 2024 von der EU Kommission aufgegeben.

Mehr als eine Million EU-Bürger*innen haben im Rahmen der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten!“ den Ausstieg aus der Verwendung von chemischen Pestiziden gefordert. Sie warten noch immer auf eine Antwort der Europäischen Kommission. Auch die EBI „Stopp Glyphosat“, verschiedene Eurobarometer-Umfragen, eine aktuelle IPSOS-Umfrage und die Konferenz über die Zukunft Europas zeigen die überwältigende Unterstützung der Europäer*innen für eine deutliche Reduzierung des Pestizideinsatzes. Erst im Herbst 2024 hatten in weniger als drei Monaten mehr als eine Viertelmillionen Europäer*innen eine Petition unterzeichnet, in der die EU Kommission aufgefordert wird, der Reduzierung des Pestizideinsatzes Priorität einzuräumen.

Auch wenn der SUR-Vorschlag durch die Kommission zurückgezogen wurde – ein „weiter so“ beim Einsatz umwelt- und gesundheitsgefährlicher Pestizide ist keine Option: 85 Organisationen, darunter Umwelt-, Gesundheits- und Menschenrechtsorganisationen sowie landwirtschaftliche Gewerkschaften haben einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus dem Einsatz von chemischen Pestiziden ausgearbeitet (Zusammenfassung und Vollversion). Darin sind die wichtigsten Forderungen für eine Pestizidreduktion dargelegt, darunter die wirksame Umsetzung der geltenden Rechtsvorschriften zur Pestizidanwendung (SUD-Richtlinie) und zur Zulassung von Pestiziden (EU Verordnung 1107/2009).

Der gemeinsame Fahrplan wurde im Vorfeld der Entwicklung einer Vision für die künftige Landwirtschaft durch die EU Kommission veröffentlicht und der Kommission unterbreitet.

Mehr dazu: Press Release PAN Europe: The time for delay is over: EU must phase out pesticides and build sustainable food systems, 23.01.2025




Schutz vor PFAS-Chemikalien vor Industrieinteressen stellen

Neun zivilgesellschaftliche Organisationen* aus den Bereichen Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz – darunter PAN Germany – fordern in einem offenen Brief von der Bundesregierung dringende Maßnahmen zum Verbot der Ewigkeitschemikalien PFAS in Konsumgütern sowie von PFAS-Pestiziden.

PFAS-Chemikalien, auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“, sind Stoffe, die extrem langlebig sind. Sie reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an. PFAS können den Hormonhaushalt stören und schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Leberschäden, Schilddrüsenerkrankungen und Krebs verursachen.

Die Organisationen appellieren an die Bundesregierung, PFAS-Chemikalien auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu regulieren und bringen ihre Besorgnis gegenüber der massiven Einflussnahme seitens der Industrie zum Ausdruck. Laut einer internationalen Recherche des Forever Lobbying Projects  versucht die Chemieindustrie notwendige Regulierungen von PFAS blockieren, um eigene wirtschaftliche Vorteile zu sichern, obwohl Alternativen vielfach verfügbar sind.

Die Regulierung von PFAS-Chemikalien muss ausschließlich auf unabhängigen und wissenschaftsbasierten Empfehlungen basieren und darf sich nicht an Aussagen von Unternehmen, die ein Eigeninteresse an der Aufrechterhaltung des derzeitigen Status quo haben, orientieren.

Die weit verbreitete Verwendung von PFAS-Chemikalien hat bereits zu einer der schwersten und weiterhin anhaltenden Verschmutzungskrisen geführt, mit denen die Menschheit je konfrontiert war. Und das, obwohl es für eine große Anzahl von PFAS-Anwendungen bereits Alternativen gibt oder welche entwickelt werden: z.B. verwenden bereits viele Hersteller von Outdoor-Kleidung PFAS-freie Materialien und auch in elektronischen Anwendungen konnten bereits Alternativen eingesetzt werden.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass PFAS verboten werden, wie in dem auch von Deutschland eingereichten Dossier zur umfassenden Beschränkung von PFAS dargelegt, das derzeit von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) geprüft wird.

Die NGO-Forderungen umfassen:

  1. ein umfassendes Verbot von PFAS in Konsumgütern sowie von PFAS-Pestiziden,
  2. Maßnahmen auf nationaler Ebene zum Schutz von Mensch und Umwelt und einen nationalen Aktionsplan zur Beseitigung bereits bestehender Verschmutzungen und zur Unterstützung Betroffener,
  3. Förderung sicherer Alternativen und Anreize für Unternehmen, in den schrittweisen Ausstieg aus allen PFAS-Verwendungen zu investieren.

Gemeinsamer offener Brief an die Bundesregierung „PFAS-Chemikalien auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse regulieren“

Weiterführende Informationen zu PFAS

*beteiligte Organisationen: CHEM Trust Europe e.V., Client Earth Deutschland, Deutsche Umwelthilfe, Network for Environmental Medicine (ENV MED Net), Forum Umwelt und Entwicklung, Health and Environment Justice Support e.V. (HEJ Support), Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. und Women Engage for a Commen Future e.V. (WECF)




Dabei sein! 18.01.25 in Berlin – Demo, PAN Infostand und Workshop „Parkinson durch Pestizide“

Demo: am Samstag, 18.01.25, ab 12:00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt in Berlin

Gemeinsam gehen wir auf die Straße für:
– eine sozial-gerechte Transformation der Landwirtschaft
– nicht-chemischen Pflanzenschutz
– Klimaschutz, Schutz der Artenvielfalt und Unterstützung für bäuerliche Betriebe
– Gemeinwohl und gegen die politische Einflussnahme durch Pestizidkonzerne

Wir brauchen:
gute wirtschaftliche Perspektiven für bäuerliche Betriebe und weniger Pestizide auf den Äckern. Wir unterstützen eine bäuerliche, agrarökologische Landwirtschaft, die das Ernährungssystem umweltverträglich und gerecht gestaltet. Wir fordern, eine sozial-gerechte Agrarwende verbindlich in den Koalitionsvertrag der nächsten Regierung aufzunehmen sowie die zukunftsfähige Neuausrichtung der Europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik.

Gemeinsam sind wir stark!
Stadt und Land, bio und konventionell, Tierhalter*in und Veganer*in, jung und alt – wir lassen uns nicht spalten! Solidarisiert euch, kommt zur Demo!

Samstag, 18.1.25 | 12 Uhr | vor dem Bundeskanzleramt | Berlin

PAN Germany unterstützt die Demo. Wir sind vor Ort dabei und freuen uns auf reges Interesse an unserem Infostand (Stand-Nr. 15) – kommt gerne vorbei!

Nach der Demo: Gemeinsam mit Interessierten und Landwirt*innen sprechen wir im Workshop über das Thema „Parkinson als Berufskrankheit von Landwirt*innen“.
Workshop: am Samstag, 18.1.2025 von 16:30 – 17:15 Uhr, in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung, 1. OG, Schumannstr. 8, 10117 Berlin.