Hormonell wirksame Pestizide sind eine schleichende Gefahr

Tag ein Tag aus sind Mensch und Umwelt einer Vielzahl von chemischen Stoffen ausgesetzt – unter ihnen auch Endokrine Disruptoren (EDCs). Sie können in das Hormonsystem von Menschen und Tieren eingreifen und wichtige hormongesteuerte Entwicklungsprozesse stören. Die Lebensphasen im Mutterleib bis zur Pubertät sind deshalb besonders gegenüber diesen Stoffen gefährdet. Auch einer Reihe von Pestiziden wird diese besondere Wirkungsweise zugeschrieben. Hormonell wirksame Pestizidrückstände lassen sich oft als Gemische in konventionell angebautem Obst und Gemüse finden. Ebenso sind bestimmte Biozide, Pestizide die zur Desinfektion, zum Materialschutz oder zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, EDCs oder stehen unter Verdacht, diese gefährliche Eigenschaft zu besitzen.

Obwohl die EU sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat, die Menge an EDCs mit denen Menschen, aber auch Haus-, Nutz- und Wildtiere in Kontakt kommen zu reduzieren, werden konkrete Maßnahmen verschleppt oder sind unzureichend, kritisieren Umweltverbände wie PAN Germany, aber auch Wissenschaftsverbände wie die International Endocrine Society.

Was muss sich politisch ändern und was können wir bereits jetzt zum Schutz unserer Gesundheit und für die Umwelt tun? Informationen dazu gibt das Faltblatt Hormonell wirksame Pestizide – Eine schleichende Gefahr.

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Faltblatt: Hormonell wirksame Pestizide - Eine schleichende Gefahr

Datum: 11. Juni 2019 966.35 KB

Endokrine Disruptoren, sogenannte EDCs, sind überall: Man findet sie in vielen Alltagsprodukten wie...