Regulierung endokriner Disruptoren in der EU und die Bedeutung Deutschlands in diesem Prozess
Hintergrundinformationen
Hintergrundinformationen
Zineb, ein Antifouling-Wirkstoff, steht unter dem Verdacht hormonschädigende Eigenschaften zu besitzen. Die EU-Kommission hat den Wirkstoff dennoch für 1o Jahre genehmigt, auch für den Einsatz durch nicht-professionelle Anwender.
PAN Germany Pestizid-Brief Nr.06/2015
Ende September 2015 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen Bericht, in dem sie ihre Bewertungen von 41 aktuell im Genehmigungsverfahren befindlichen Pestizidwirkstoffen hinsichtlich ihrer potenziell hormonschädigenden Eigenschaften darstellt. 15 der 41 Wirkstoffe werden von der EFSA als bedenklich hinsichtlich dieser gefährlichen Eigenschaft bewertet. Ebenfalls Ende September veröffentlichte die Endokrinologische Gesellschaft eine Kurzfassung ihrer zweiten wissenschaftlichen Stellungnahme zu endokrinschädlichen Chemikalien. Während die Endokrinologen sehr eindringlich vor den schädlichen Auswirkungen warnen und für Maßnahmen plädieren, die Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren einzudämmen, verdeutlicht der Behördenbericht die aktuellen Defizite bei deren Regulierung in der EU.
The background paper explains why the EU Commission has delayed the evaluation and regulation of potential endocrine disruptor biocides despite the clear legal EU-provisions. A PAN Germany investigation highlights that more than 10 percent of biocides shows endocrine-disrupting properties. Affected are, for example several active substances in wood preservatives and household insecticides.
Das Hintergrundpapier erläutert, warum trotz eindeutiger Gesetzeslage noch immer keine Überprüfung und Regulierung hormonell wirksamer Biozide von der EU-Kommission durchgeführt wird. Eine PAN-Recherche zeigt: Über 10 Prozent der Biozide zeigen hormonell wirksame Eigenschaften. Betroffen sind beispielsweise bestimmte Holzschutzmittel und Haushaltsinsektizide.
Das Hintergrundpapier von PAN Germany und WECF beschreibt und bewertet den Fahrplan der EU-Kommission zur Identifizierung und Regulierung endokriner Disruptoren im Kontext zur Umsetzung des Pestizid- und Biozidrechts.
PAN Germany Pestizid-Brief 15/2013
Ende September 2015 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen Bericht, in dem sie ihre Bewertungen von 41 aktuell im Genehmigungsverfahren befindlichen Pestizidwirkstoffen hinsichtlich ihrer potenziell hormonschädigenden Eigenschaften darstellt. 15 der 41 Wirkstoffe werden von der EFSA als bedenklich hinsichtlich dieser gefährlichen Eigenschaft bewertet. Ebenfalls Ende September veröffentlichte die Endokrinologische Gesellschaft eine Kurzfassung ihrer zweiten wissenschaftlichen Stellungnahme zu endokrinschädlichen Chemikalien. Während die Endokrinologen sehr eindringlich vor den schädlichen Auswirkungen warnen und für Maßnahmen plädieren, die Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren einzudämmen, verdeutlicht der Behördenbericht die aktuellen Defizite bei deren Regulierung in der EU.
Untersuchungen belegen, dass Beschäftige in Gärtnereien und ihre Kinder vermehrt unter Fruchtbarkeitsstörungen und Missbildungen der Geschlechtsorgane leiden. Das zeigen u.a. aktuelle Vergleichsstudien aus Dänemark und Befunde aus Brasilien und Spanien.
Die PAN Germany-Studie trägt zahlreiche Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet diese vor dem Hintergrund anstehender aktueller politischer Entscheidungen.