Pesticides, Poisoning and the Politics of Agrochemicals between the EU and Brazil

Einladung zur Veranstaltung

Berlin, 7. Mai 2019 – 17 – 20 Uhr – Marienstraße 19/20 Hinterhaus 1. OG

Das Forschungsnetzwerk an der University of Strathclyde, das European Network of European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER) und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) laden ein zur Veranstaltung

Pesticides, Poisoning and the Politics of Agrichemicals between the EU and Brazil”

  • mit der europäischen Vorstellung der Studie „The Use of Agrotoxins in Brazil and Connections with the European Union“ durch Prof. Larissa Mies Bombardi, University of São Paulo

sowie Beiträgen von und Diskussion mit:

  • Angeliki Lysimachou und Susan Haffmans (Pesticide Action Network Europe & Germany),
  • Brian Wynne, European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility,
  • Antonio Thomaz Jr, Centre for Labour, Environment and Health Studies, Universidade Estadual Paulista (UNESP)/Presidente Prudente, Brasilien.

Die Veranstaltung richtet sich an politische Entscheidungsträger, Industrie- und Nichtregierungsorganisationen sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Der massive Pestizideinsatz in Brasilien hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen vor Ort. Allein im Jahr 2016 verzeichnete Brasilien 4.208 Fälle von Vergiftungen und 355 Todesfälle durch Pestizide. Auch Unternehmen, die ihren Firmensitz in der EU haben, exportieren Pestizide nach Brasilien, darunter sind auch solche Pestizide, die in der EU längst aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen verboten sind. Der Verbrauch von Pestiziden in Brasilien stieg in den letzten 15 Jahren um fast 300% von 170.000 Tonnen im Jahr 2000 auf 500.000 Tonnen im Jahr 2014. Brasilien verbraucht damit rund 20% aller weltweit vermarkteten Pestizide. Was auf den Flächen Brasiliens wächst und tagtäglich mit Pestiziden  – oft per Flugzeug – besprüht wird, landet auch auf europäischen Tellern und in den Trögen unserer Ställe. Die Europäischen Länder sind abhängig von Sonne, Land und Arbeit in Brasilien für Waren wie Soja, Zucker, Mais, Kaffee und Orangen, die unter Verwendung gefährlicher, bei uns vielfach verbotener Pestizide angebaut und unter Bedingungen hergestellt werden, die für brasilianische Arbeitnehmer und ihre Familien gefährlich sind.

Professorin Larissa Mies Bombardi von der Universität Sao Paulo wird jüngste Ergebnisse ihrer Untersuchungen und den ‘Atlas of Agrochemicals and Connections between Brazil and EU’ vorstellen. Dr Angeliki Lysimachou von PAN Europe und Susan Haffmans von PAN Germany geben einen Überblick über die Pestizidzulassung in Europa, informieren über hochgefährliche Pestizide, internationale Restriktionen und greifen das Problem der Doppelstandards beim Pestizidhandel auf.

Teilnehmer*innen sind herzlich dazu eingeladen mitzudiskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Einladungsflyer

Presseinformation von PAN Europe (Englisch)